Frau sitzt am Laptop und arbeitet an der SOLOMÜTTER Seite im Hintergrund sitzt ein Kind

Gemeinnützige Online-Plattform für Alleinerziehende

SOLOMÜTTER— DAS (DIGITALE) ZUHAUSE FÜR SINGLE MOMS

Mit solomuetter.de geht ab sofort die erste gemeinnützige Plattform für allein- und getrennterziehende Frauen an den Start. Das kostenlose Online-Angebot informiert, stärkt und vernetzt.

6. Mai 2021 – Das Leben als Alleinerziehende ist besonders: Gerade in der ersten Zeit nach einer Trennung oder dem Verlust des Partners ist es schwer, in der neuen Situation Fuß zu fassen. Und auch wer sich von Anfang an entscheidet, ein Kind allein großzuziehen, steht vor besonderen Herausforderungen. Mit www.solomuetter.de geht ab sofort eine gemeinnützige Online-Plattform für die rund 2,2 Millionen allein- und getrennterziehenden Mütter in Deutschland an den Start. Das kostenlose und durch Spenden finanzierte Angebot möchte informieren und Mut machen, denn: Eine Trennung mit Kindern ist nicht das Ende eines glücklichen und erfüllten Lebens.

Die modern und übersichtlich gestaltete Website umfasst drei Bereiche:

SERVICE
Ein Serviceteil liefert Zahlen und Fakten sowie Kontakte zu wichtigen offiziellen und öffentlichen Anlaufstellen. Eine Linkliste führt durch Angebote in den Sozialen Medien sowie durch relevante Podcasts und Blogs.

MAGAZIN
Der Magazinbereich bündelt aktuelle und relevante Beiträge zu den verschiedenen Lebenswelten der Zielgruppe: Es gibt Erfahrungsberichte von Müttern, Texte und Essays verschiedener Redakteur:innen zu aktuellen gesellschaftlichen oder politischen Themen sowie eine monatliche Kolumne der Journalistin Anne Dittmann. Homestories und Interviews runden das Angebot ab.

NETZWERK
In Kooperation mit einem Münchner IT-Start-up wird derzeit eine Netzwerkfunktion entwickelt, die als algorithmusbasiertes Matching-Tool Mütter in ähnlich herausfordernden Lebenssituationen verbinden und so die „Hilfe zur Selbsthilfe“ in den Fokus rücken wird. „Gerade am Anfang, wenn das Leben plötzlich Kopf steht, man allein zurechtkommen und sich völlig neu sortieren muss, ist der Austausch mit Gleichgesinnten eine zentrale Stütze“, betont SOLOMÜTTER-Gründerin Sara Buschmann. Selbst alleinerziehend weiß die 42-Jährige wovon sie spricht: „Als ich vor gut zwei Jahren mit einem Baby auf mich gestellt war, wurde mir das Ausmaß der Herausforderungen und Hindernisse für Ein-Eltern-Familien in Deutschland erst voll bewusst. Schnell war klar, dass ich mich in diesem Bereich engagieren möchte.“

Dass SOLOMÜTTER vornehmlich Frauen anspricht, hat einen einfachen Grund: Knapp 90% aller Allein- und Getrennterziehenden sind weiblich. Darüber hinaus sind die strukturellen Probleme von Müttern oft deutlich anders gelagert als jene der Väter. „Die Ausgangsbedingungen für uns Frauen sind schon ungleich, bevor wir überhaupt schwanger werden“, so Buschmann.

Eine der Hauptursachen dafür ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt: Mütter verzeichnen, laut einer von der Bertelsmann Stiftung geförderten Studie, bis ins Rentenalter deutliche Verluste des Lebenserwerbseinkommens. Rund 35,5 Prozent der Alleinerziehenden erhielten 2019, laut Agentur für Arbeit, Grundsicherung nach SGB II. Zum Vergleich: Bei Partnergemeinschaften mit Kindern liegt dieser Wert bei 7,1 Prozent. Ferner tragen politische Realitäten wie das Ehegattensplitting oder gravierende Schwierigkeiten bei der Durchsetzung von Rechts- und Unterhaltsansprüchen zu dieser Situation bei.

All diese Themen nimmt SOLOMÜTTER in den Blick. „Doch vor allem ist es uns wichtig, ein positives, selbstbewusstes Bild unserer Familienform zu zeichnen. Wir Single Moms führen glückliche und erfolgreiche Leben — ob allein oder in einer Patchwork-Konstellation.“

Von Sara Buschmann