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		<title>Kindesunterhalt: Düsseldorfer Tabelle entlastet Unterhaltspflichtige auf dem Rücken von Kindern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sara Buschmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Dec 2023 11:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NEWS & POLITIK]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Berlin, 14. Dezember 2023. „ Alles wird teurer – das trifft in getrennten Familien alle: Alleinerziehende, die trotz steigender Lebenshaltungskosten über die Runden kommen müssen wie auch die unterhaltszahlenden Elternteile. Die Düsseldorfer Tabelle muss hier eine gute Balance vorgeben, damit Kinder gut versorgt werden können. Mit der Tabelle 2024 kommt allerdings auf Alleinerziehende und ihre [&#8230;]</p>
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									<p></p>
<p>Berlin, 14. Dezember 2023. „ Alles wird teurer – das trifft in getrennten Familien alle: Alleinerziehende, die trotz steigender Lebenshaltungskosten über die Runden kommen müssen wie auch die unterhaltszahlenden Elternteile. Die Düsseldorfer Tabelle muss hier eine gute Balance vorgeben, damit Kinder gut versorgt werden können. Mit der Tabelle 2024 kommt allerdings auf Alleinerziehende und ihre Kinder eine Schieflage zu“, bemängelt Daniela Jaspers, Bundesvorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter e. V. (VAMV).</p>
<p>Die Düsseldorfer Tabelle gibt Richtwerte für die Höhe des Kindesunterhalts abhängig vom Einkommen des Unterhaltspflichtigen vor. Zentrale Stellschrauben für eine ausgewogene Balance zwischen Kindern und Barunter-haltspflichtigen sind: Zuschnitt der Einkommensgruppen, wie der Kindesunterhalt in diesen Gruppen steigt, sowie die Selbstbehalte. Grundlage der Düsseldorfer Tabelle ist der gesetzliche Mindestunterhalt. Der Bundesjustizminister hat per Verordnung festgelegt, dass der Mindestunterhalt im Jahr 2024 steigt, z.B. für ein Kind zwischen 6 und 11 Jahren von 502 Euro auf 551 Euro. Hintergrund für diesen deutlichen Anstieg ist die Inflation. Zusätzlich haben die Familienrichter‘*innen der Senate der Oberlandesgerichte und die Unterhaltskommission des Deutschen Familieng-richtstags mit der neuen Düsseldorfer Tabelle noch an den anderen Stellschrauben gedreht.</p>
<p>„Parallel zu einem Neuzuschnitt der Einkommensgruppen steigen nächstes Jahr auch die Selbstbehalte wieder deutlich an – diese doppelte Entlastung lässt ein Augenmaß im Sinne der Kinder vermissen“, bemängelt Jaspers. Der notwendige Selbstbehalt ist bereits 2023 um 210 Euro auf 1.370 Euro gestiegen, 2024 liegt er bei 1.450 Euro. Der neue Zuschnitt der Einkommensgruppen bedeutet: Die Gruppe der Kinder, die künftig von Mindestunterhalt leben muss, wird deutlich vergrößert und umfasst nun alle Kinder, deren unterhaltspflichtiger Elternteil bis zu 2.100 Euro bereinigtes Netto verdient (zuvor: 1.900 Euro). Der Mindestunterhalt entspricht dem bloßen Existenzminimum. Auch alle weiteren Einkommensgruppen verschieben sich in höhere Einkommensbereiche, was für die Kinder eine fatale Wirkung hat: Bei gleichem Einkommen ihres Elternteils können sie in eine niedrigere Einkommensgruppe rutschen. In Folge kommt der Inflationsausgleich beim Kindesunterhalt bei ihnen nicht vollständig an, es fehlt das Geld für existenzielle Lebensbedarfe. Ein Kind, dessen unterhaltszahlender Elternteil ein bereinigtes Nettokommen von 2.400 Euro hat, erhält dann nicht 54 Euro mehr Unterhalt, sondern nur ein Plus von 26 Euro.</p>
<p>„Diese Verschlechterung durch die Hintertür kritisieren wir ausdrücklich! In Zeiten, in denen die Armut in den Haushalten Alleinerziehender groß ist und die Bekämpfung von Kinderarmut ganz vorne auf die politische Agenda gehört, ist diese Entscheidung der Familienrichter*innen nicht nachvollziehbar. Das ist ganz entschieden ein falsches Signal“, bemängelt Jaspers.</p>
<p></p>								</div>
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									<p><i>Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) vertritt seit 1967 die Interessen der heute 2,6 Millionen Alleinerziehenden. Der VAMV fordert die Aner­kennung von Einelternfamilien als gleichberechtigte Lebensform und entspre­chende gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Er tritt für eine verantwortungsvolle gemeinsame Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung ein.</i></p>								</div>
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					<p class="elementor-heading-title elementor-size-default">Pressemitteilung VAMV e. V.</p>				</div>
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		<title>Kindergrundsicherung: Verbesserungen für Alleinerziehende nicht erkennbar</title>
		<link>https://solomuetter.de/2023/09/08/kindergrundsicherung-verbesserungen-fuer-alleinerziehende-nicht-erkennbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sara Buschmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Sep 2023 08:15:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NEWS & POLITIK]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Berlin, 7. September 2023. Nach zähen Ringen um Finanzierung und konkrete Ausgestaltung innerhalb der Ampel-Koalition hat das Bundes-familienministerium einen Gesetzentwurf zur Einführung einer Kinder-grundsicherung vorgelegt. „Der Referentenentwurf ist allenfalls ein erster Schritt zu einer Kindergrundsicherung. In der Zusammenschau ist nicht erkennbar, wo die viel gepriesenen Verbesserungen für Alleinerziehende liegen sollen. Deshalb braucht es dringend Nachbesserungen“, [&#8230;]</p>
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									<p></p>
<p>Berlin, 7. September 2023. <strong>Nach zähen Ringen um Finanzierung und konkrete Ausgestaltung innerhalb der Ampel-Koalition hat das Bundes-familienministerium einen Gesetzentwurf zur Einführung einer Kinder-grundsicherung vorgelegt. </strong></p>
<p>„Der Referentenentwurf ist allenfalls ein erster Schritt zu einer Kindergrundsicherung. In der Zusammenschau ist nicht erkennbar, wo die viel gepriesenen Verbesserungen für Alleinerziehende liegen sollen. Deshalb braucht es dringend Nachbesserungen“, kritisiert Myriam Gros, stellvertretende Vorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter Bundesverband e.V. (VAMV).</p>
<p>„Wir begrüßen sehr, dass Unterhalt und Unterhaltsvorschuss künftig zu 45 Prozent bei der Höhe des Zusatzbetrags zählen sollen, statt zu 100 Prozent wie im Bürgergeld. Das ist wichtig, denn sonst hätte ausgerechnet die Kindergrundsicherung für Kinder von Alleinerziehenden mit kleinen Einkommen, die heute Kinderzuschlag erhalten, eine Verschlechterung bedeutet. Allerdings wird für Einelternfamilien im SGB II diese Verbesserung wieder aufgefressen. Denn der Teil des Kindergarantiebetrags, der nicht für die grundlegenden Bedarfe des Kindes verwendet werden muss, soll auf den elterlichen Bedarf angerechnet werden.“</p>
<p>„Kindern von Alleinerziehenden, die heute Kinderzuschlag beziehen, drohen sogar Verschlechterungen, wenn der Zusatzbetrag der Kindergrundsicherung für Umgangstage gekürzt werden kann und Unterhalt ab 500 Euro den Zusatzbetrag stärker reduziert, als es jetzt beim Kinderzuschlag der Fall ist. Wir lehnen außerdem ab, den Anspruch auf Unterhaltsvorschuss künftig für alle Schulkinder an ein Mindesteinkommen der Alleinerziehenden von 600 Euro zu knüpfen. Wir dringen darauf, dass der Deutsche Bundestag diese Verschlechterungen zurücknimmt und im SGB II klarstellt, dass der Kindergarantiebetrag nicht bei den Eltern angerechnet werden darf. Ansonsten hat die Hälfte der Kinder in Armut rein gar nichts von der groß angekündigten Kindergrundsicherung.“, so Myriam Gros weiter.</p>
<p>Mit der Einführung einer Kindergrundsicherung verbindet die Ampel-Koalition das Ziel, Kinder aus der Armut zu holen. Öffentlich wurden zuletzt vor allem immer wieder Verbesserungen für Kinder von Alleinerziehenden versprochen.</p>
<p>Alleinerziehende und ihre Kinder sind heute mit 42 Prozent überproportional von Armut betroffen. Neben ungerechter Entlohnung in frauentypischen Berufen sorgen fehlende passgenaue Kinderbetreuung und familienunfreundliche Arbeitsbedingungen dafür, dass Alleinerziehende häufig in der Teilzeitfalle stecken und mit ihren Kindern von kleinen Einkommen leben müssen. Die Stellungnahme des VAMV zum Referentenentwurf finden Sie <a href="https://www.vamv.de/fileadmin/user_upload/bund/dokumente/Stellungnahmen/2023/VAMV_Stlgn_RE_Kindergrundsicherung_2023.pdf" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</p>
<p></p>								</div>
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									<p><i>Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) vertritt seit 1967 die Interessen der heute 2,6 Millionen Alleinerziehenden. Der VAMV fordert die Aner­kennung von Einelternfamilien als gleichberechtigte Lebensform und entspre­chende gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Er tritt für eine verantwortungsvolle gemeinsame Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung ein.</i></p>								</div>
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					<p class="elementor-heading-title elementor-size-default">Pressemitteilung VAMV e. V.</p>				</div>
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		<p>The post <a href="https://solomuetter.de/2023/09/08/kindergrundsicherung-verbesserungen-fuer-alleinerziehende-nicht-erkennbar/">Kindergrundsicherung: Verbesserungen für Alleinerziehende nicht erkennbar</a> appeared first on <a href="https://solomuetter.de">SOLOMÜTTER</a>.</p>
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		<title>Kindergrundsicherung – was ist geplant und was bedeutet das für Alleinerziehende?</title>
		<link>https://solomuetter.de/2023/08/30/kindergrundsicherung-was-ist-geplant-und-was-bedeutet-das-fuer-alleinerziehende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sara Buschmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Aug 2023 19:12:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NEWS & POLITIK]]></category>
		<category><![CDATA[POLITIK & RECHT]]></category>
		<category><![CDATA[POLITIK & RECHT AUFMACHER]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Ampel-Regierung hat am 28. August 2023 eine Einigung bei der Kindergrundsicherung erzielt. In mehrstündigen Verhandlungen vereinbarten Familienministerin Lisa Paus, Finanzminister Christian Lindner und Bundeskanzler Olaf Scholz entsprechende Eckpunkte. Wir haben jene Inhalte, die für Alleinerziehende relevant werden könnten, einmal für euch zusammengefasst: In der Kindergrundsicherung werden das bisherige Kindergeld als neuer einkommensunabhängiger Kindergarantiebetrag sowie [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://solomuetter.de/2023/08/30/kindergrundsicherung-was-ist-geplant-und-was-bedeutet-das-fuer-alleinerziehende/">Kindergrundsicherung – was ist geplant und was bedeutet das für Alleinerziehende?</a> appeared first on <a href="https://solomuetter.de">SOLOMÜTTER</a>.</p>
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Kindergrundsicherung – was ist geplant und was bedeutet das für Alleinerziehende?</h1>				</div>
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									<p></p>
<p class="p1"><strong>Die Ampel-Regierung hat am 28. August 2023 eine Einigung bei der Kindergrundsicherung erzielt. In mehrstündigen Verhandlungen vereinbarten Familienministerin Lisa Paus, Finanzminister Christian Lindner und Bundeskanzler Olaf Scholz entsprechende Eckpunkte. </strong></p>
<p class="p1"><strong>Wir haben jene Inhalte, die für Alleinerziehende relevant werden könnten, einmal für euch zusammengefasst:</strong></p>
<p class="p1">In der Kindergrundsicherung werden das bisherige Kindergeld als neuer <b>einkommensunabhängiger Kindergarantiebetrag</b> sowie Kinderzuschlag und SGB-II-Regelsätze als <b>altersgestaffelter einkommensabhängiger Kinderzusatzbetrag</b> gebündelt. Somit sollen künftig alle Leistungen für Kinder in einem System gebündelt und Kinder aus dem SGB II (Bürgergeld) herausgelöst werden. Das Bürgergeld bleibt als Auffangoption erhalten, sollte das soziokulturelle Existenzminimum des Kindes in Einzelfällen (Mehr-/Sonderbedarfe, Wohnkosten) nicht durch den Zusatzbetrag gedeckt werden können.</p>
<p class="p1"><b>Was soll im Einzelnen kommen, insbesondere für Alleinerziehende?</b></p>
<p class="p1"><b><span class="Apple-converted-space"> </span>Anrechnungsregeln:<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p class="p1"><i>Positiv für Alleinerziehende:</i><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<ul class="ul1">
<li class="li1">Die <span class="s2"><b>Anrechnungsregeln für Einkommen</b></span> werden vereinheitlicht. Um höhere Erwerbsanreize zu schaffen, soll<span class="Apple-converted-space">  </span>künftig ein höherer Anteil des Einkommens verbleiben können. Der Kinderzusatzbeitrag sieht <span class="s2"><b>eine Transferentzugsrate von 45 %</b></span> vor (beim Bürgergeld /SGB II liegt sie gegenwärtig<span class="Apple-converted-space">  </span>zwischen 80 – 100%), d.h., vom zusätzlichen Einkommen darf mehr behalten werden – das hilft auch Alleinerziehenden, denn sehr viele von ihnen sind zwar erwerbstätig, müssen aber dennoch aufstocken – für die ist diese niedrigere Transferentzugsrate sehr wichtig.</li>
<li class="li1"><span class="s2"><b>Unterhaltsleistungen und Unterhaltsvorschuss werden bei der Bemessung des Kinderzusatzbetrages als Kindeseinkommen künftig zu 45 % berücksichtigt</b></span>, wie das heute schon beim Kinderzuschlag der Fall ist. Davon profitieren die Kinder, die bisher Bürgergeld erhalten, da dort bisher 100% angerechnet werden. Ebenfalls positiv für viele Alleinerziehende, denn 34% der Alleinerziehenden bezogen 2021 SGB II-Leistungen.</li>
</ul>
<p class="p1"><i>Negativ:<span class="Apple-converted-space"> </span></i></p>
<ul class="ul1">
<li class="li1">„Bei höheren Unterhaltsleistungen greifen höhere Anrechnungen, um Erwerbsanreize zu erhalten“, heißt es im Papier. In der Pressekonferenz wurde eine <span class="s2"><b>Transferentzugsrate von bis zu 75% bei höheren Unterhaltsleistungen</b></span> angekündigt. Wie genau diese Staffelung von 45% bis 75% aussehen soll, ist offen. Fraglich ist, warum Kinder, deren getrennt lebende Elternteile besser verdienen und den Betrag zahlen, zu dem sie laut Düsseldorfer Tabelle verpflichtet sind, bestraft werden sollen. Es wäre fair, dass diese Kinder genau so wie die, deren getrennt lebende Elternteile weniger zahlen, am Lebensstandard des anderen Elternteils teilhaben dürfen. Es sollten hier die gleichen Anrechnungsregelungen gelten.</li>
<li class="li1">Der <span class="s2"><b>Unterhaltsvorschuss</b></span><b> </b>wird künftig bis zum Schuleintritt ohne Mindesteinkommensgrenze gezahlt und <span class="s2"><b>für Schulkinder ab einer Mindesteinkommensgrenze von 600 Euro</b>.</span> Das heißt, dass Alleinerziehende, die sich noch in Elternzeit befinden, arbeitslos sind oder <b>nur einen Minijob haben, keinen Unterhaltsvorschuss für ihr Kind erhalten</b>, sobald es zur Schule geht. Diese Regelung soll Erwerbsanreize für Alleinerziehende setzen – warum und was sie bringen soll, ist jedoch fraglich. Denn anders als Finanzminister Christian Lindner in der Pressekonferenz zur Kindergrundsicherung dargestellt hat, ist die Erwerbstätigkeit von Alleinerziehenden im letzten Jahrzehnt gestiegen.
<p>Laut Bundesagentur für Arbeit lag sie im Jahr 2010 bei 69%, im Jahr 2021 bei 74%. Alleinerziehende sind häufiger und in höherem Umfang erwerbstätig als Mütter in Paarfamilien. Sind sie nicht oder nur geringfügig erwerbstätig, so liegt das in den allermeisten Fällen an den <b>Rahmenbedingungen</b>: Nicht jeder Job ist mit der Erziehung und Betreuung von Kindern vereinbar und auch im Grundschulbereich und insbesondere den unteren Klassen der weiterführenden Schulen fehlt es massiv an guter Ganztagsbetreuung – diese wäre aber eine Voraussetzung dafür, umfänglich erwerbstätig zu sein. Das gleiche gilt für Aus- und Weiterbildung, die oft nicht in Teilzeit oder mit der entsprechenden Kinderbetreuung ausgestattet sind, so dass Alleinerziehende nur schwer auf qualifizierter Jobs umschulen oder eine Ausbildung bzw. ein<span class="Apple-converted-space">  </span>Studium beenden können, wenn sie Kinder im Kita- oder Grundschulalter haben. Schlussendlich sehen sie sich auch mit Diskriminierung am Arbeitsmarkt konfrontiert. Diese Probleme sollten vorrangig angegangen werden, wenn die Erwerbstätigkeit von Alleinerziehenden weiter ausgebaut werden soll.</p>
<p>Hinzu kommt: Kindern den Unterhaltsvorschuss vorzuenthalten, – der ja das Geld ersetzen soll, das der Barunterhaltspflichtige nicht zahlt und das der Staat im übrigen von diesem auch zurückfordern könnte –, nur weil der betreuende Elternteil kein ausreichendes Einkommen hat, erschließt sich <b>auch aus Sicht der Kinder</b> nicht. <b>Kinder können nichts für ihre familiäre Situation und sollten daher alle gleich behandelt werden.</b> Hier sollte der Staat lieber mehr Energie dafür aufwenden, die Gründe des nicht gezahlten Unterhalts zu erforschen und ihn effektiver von den Unterhaltspflichtigen zurückzufordern.</p>
</li>
</ul>
<p class="p1"><b><br />Bildungs- und Teilhabepaket (BuT):</b></p>
<p class="p1">Die pauschalierbaren Leistungen aus dem BuT (15 Euro Teilhabebetrag sowie Schulstarterpaket) sollen nun doch nicht, wie es die Idee von Familienministerin Paus war, automatisch mit in die Kindergrundsicherung einfließen und somit den Maximalbetrag der Kindergrundsicherung erhöhen. Nun sollen sie lediglich „einfacher zu beantragen sein“. Wie das gehen soll, bleibt offen. Gerade aus Sicht von Alleinerziehenden ist jeder zusätzlich zu stellende Antrag, jede zusätzliche Information, die sie über solche Leistungen recherchieren und verstehen müssen, eine Belastung, da sie sowieso schon meist die komplette Verantwortung für die Kinder, Haushalt und Job alleine tragen und unter Dauerstress und Druck leiden. Jeder zusätzliche Termin belastet ihr Zeitmanagement und ist daher ggf. ein Termin zu viel – zulasten der Kinder, die dann weniger Zeit mit ihrem Elternteil haben oder am Ende nicht von den ihnen zustehenden Mitteln profitieren, weil die Eltern sie aus einer Überforderung oder aus Unwissen heraus nicht beantragen.<span class="Apple-converted-space">  </span>Das zu entwickelnde „Kinderchancenportal“, mit Hilfe dessen Beantragung und Information leichter werden soll, steht noch in den Sternen und wird vermutlich nicht zeitnah umzusetzen sein.</p>
<p class="p1"><b>Neuberechnung des soziokulturellen Existenzminimums</b></p>
<p class="p1">Das soziokulturelle Existenzminimum soll – wie im Koalitionsvergrag vereinbart – neu bemessen werden. </p>
<p class="p1">Positiv ist: In der Folge könnten sich die Regelbedarfe im Kinderzusatzbetrag erhöhen. Der befristete <a href="https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/sofortzuschlag-wird-ab-sofort-ausgezahlt-193758">Sofortzuschlag für Familien</a> (20 Euro) wird in der Neuberechnung aufgehen. Immerhin wird so sichergestellt, dass es durch die Zusammenführung unterschiedlicher Unterstützungsleistungen zu <b>keiner Verschlechterung</b> kommen kann.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p class="p1">Aber: Es wird vermutlich auch <b>keine echte Verbesserung</b> für Kinder kommen, die dringend nötig wäre: Denn <b>aus Studien wissen wir, dass die derzeitigen Leistungen nicht ausreichen, um Kindern und Jugendlichen soziale Teilhabe und gesundes Aufwachsen (wie etwa gesunde Ernährung) zu gewährleisten.<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p></p>								</div>
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					<p class="elementor-heading-title elementor-size-default">Von Sara Buschmann</p>				</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Offener Brief zur Kindergrundsicherung: Frauenfeindliches Narrativ über Alleinerziehende – Jetzt reicht’s!</title>
		<link>https://solomuetter.de/2023/08/29/offener-brief-zur-kindergrundsicherung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sara Buschmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Aug 2023 16:20:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NEWS & POLITIK]]></category>
		<category><![CDATA[POLITIK & RECHT]]></category>
		<category><![CDATA[POLITIK & RECHT AUFMACHER]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sehr geehrte Frau Bundesfamilienministerin Paus,sehr geehrte Bundesregierung, gestern wurde das Eckpunktepapier zur Kindergrundsicherung bekanntgegeben. Inhaltlich gibt es viel anzumerken und wir hoffen sehr, dass wir als Interessenvertretungen von alleinerziehenden Eltern die Möglichkeit haben werden, dazu Stellung zu beziehen und mit Ihnen weiter im Austausch zu bleiben. Grund unseres heutigen Schreibens an Sie im Namen der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="6309" class="elementor elementor-6309" data-elementor-post-type="post">
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Offener Brief zur Kindergrundsicherung: Frauenfeindliches Narrativ über Alleinerziehende – Jetzt reicht’s!</h1>				</div>
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									<p></p>
<div class="page" title="Page 1">
<div class="section">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p class="p1">Sehr geehrte Frau Bundesfamilienministerin Paus,<br />sehr geehrte Bundesregierung,</p>
<p class="p1">gestern wurde das Eckpunktepapier zur Kindergrundsicherung bekanntgegeben. Inhaltlich gibt es viel anzumerken und wir hoffen sehr, dass wir als <strong>Interessenvertretungen von alleinerziehenden Eltern</strong> die Möglichkeit haben werden, dazu Stellung zu beziehen und mit Ihnen weiter im Austausch zu bleiben.</p>
<p class="p1">Grund unseres heutigen Schreibens an Sie im Namen der Alleinerziehenden-Organisationen Fair für Kinder, MIA – Mütterinitiative für Alleinerziehende, der Stiftung Alltagsheld:innen und Solomütter ist allerdings ein anderer: <strong>Wir dulden nicht länger das toxische Narrativ, das von der FDP über alleinerziehende Eltern, insbesondere Mütter, öffentlich verbreitet wird – und vom Bundesfamilienministerium bisher unkommentiert blieb.</strong> Die FDP hat sich offensichtlich das Ziel gesetzt, ein mütterfeindliches Bild zu bedienen und dieses in der Gesellschaft sowie in Gesetzen unseres Landes zu verankern. Damit schadet die Politik, allen voran die FDP, vor allem alleinerziehenden Müttern und ihren rund <a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/Projekte/Familie_und_Bildung/Factsheet_WB_Alleinerziehende_in_Deutschland_2021.pdf">2,2 Millionen Kindern</a>. Sie stellt deren bemerkenswerte Leistung damit in den Schatten und tritt die zahlreichen unbezahlten Stunden Care-Arbeit, die diese Mütter täglich leisten, mit (partei-)politischen Füßen.</p>
<p class="p1">Wir beobachten diese Tendenz bereits seit einiger Zeit.</p>
<p class="p1">In der gestrigen Pressekonferenz zum Eckpunktepapier zur Kindergrundsicherung wurde dieses Narrativ schließlich mit Falschaussagen des Bundesfinanzministers Lindner gestützt – und seine Aussage blieb von Ihnen, der Bundesfamilienministerin und Fürsprecherin für alleinerziehende Eltern, unkommentiert.</p>
<p class="p1">Christian Lindner sagte wörtlich: <strong>„Wir wollen einerseits die materielle Situation Alleinerziehender verbessern, aber andererseits nicht zusätzliche Anreize geben, sich nicht um Arbeit zu bemühen. Es ist ja eine beklagenswerte Tatsache, dass die Erwerbsbeteiligung von Alleinerziehenden im vergangenen Jahrzehnt trotz des Ausbaus der Kinderbetreuungsstruktur zurückgegangen ist. Also weniger Erwerbsbeteiligung bei Alleinerziehenden während des vergangenen Jahrzehnts. Da dürfen wir kein Signal setzen, dass das verfestigt.“</strong></p>
<p class="p1"><strong>Die zitierte Aussage ist inhaltlich falsch.</strong> Ihr wurde weder in der Pressekonferenz noch im Nachgang widersprochen. Die verfügbaren Daten u.a. des Statistischen Bundesamtes belegen, dass insbesondere <a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/Projekte/Familie_und_Bildung/Factsheet_WB_Alleinerziehende_in_Deutschland_2021.pdf">alleinerziehende Mütter nicht nur bedeutend mehr erwerbsarbeiten als Mütter in Paarbeziehungen</a>; die <a href="https://statistik.arbeitsagentur.de/SiteGlobals/Forms/Suche/Einzelheftsuche_Formular.html?nn=20656&amp;topic_f=analyse-arbeitsmarkt-alleinerziehende">Erwerbsbeteiligung von Alleinerziehenden ist in den vergangenen Jahren auch deutlich gestiegen</a> – mit einem pandemiebedingten Einbruch 2022, der nicht zuletzt durch geschlossene Betreuungseinrichtungen und Homeschooling verursacht war.</p>
<p class="p1">Wir finden deshalb: Beklagenswert ist vor allem, dass Herr Lindner als Bundesfinanzminister faktisch falsche Aussagen über eine gesellschaftliche Gruppe macht, diese gesamtgesellschaftlich sowie öffentlich diskreditiert und damit die Spaltung der Gesellschaft vorantreibt. <strong>Die Argumentation von Bundesfinanzminister Christian Lindner zeigt einmal mehr: Alleinerziehende Mütter werden in der Care- und Betreuungsfrage allein gelassen und im Zweifel sogar von Politik und Wirtschaft für ihre Familiensituation abgestraft.</strong></p>
<p class="p1"><strong>Wir</strong>, die genannten Interessenvertretungen für alleinerziehende Eltern, <strong>fordern Sie, die Bundesfamilienministerin und die Bundesregierung, auf, diese Verleumdung von Alleinerziehenden und die Missachtung der Leistung dieser Familien öffentlich zu korrigieren und über die Realitäten von alleinerziehenden Eltern, insbesondere Müttern, sachlich korrekt sowie auf Augenhöhe aufzuklären.</strong></p>
<p class="p1">Wir haben es satt, dass Familienmodelle politisch und gesellschaftlich gegeneinander ausgespielt werden und Alleinerziehende einmal mehr als Prellbock der Gesellschaft herhalten müssen!</p>
<p class="p1">Mit freundlichen Grüßen</p>
<p class="p1"><strong>Dr. Esther Konieczny, <a href="https://fairfuerkinder.de/" target="_blank" rel="noopener">Fair für Kinder</a></strong><br /><strong>Stefanie Ponikau, <a href="https://die-mias.de/" target="_blank" rel="noopener">Die Mias</a></strong><br /><strong>Heidi Thiemann, <a href="https://alltagsheldinnen.org/" target="_blank" rel="noopener">Stiftung Alltagsheld:innen</a></strong><br /><strong>Sara Buschmann, <a href="http://www.solomuetter.de" target="_blank" rel="noopener">SOLOMÜTTER</a></strong></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p></p>								</div>
				</div>
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									<p><strong>Unterstützer*innen</strong></p>
<p>Es haben sich in den letzten Tagen diverse Unterstützer*innen zu unserem Offen Brief gemeldet. Allen voran auch der VAMV Berlin e.V.:</p>
<blockquote>
<p><strong>&#8222;Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter Berlin e.V. unterstützt und bekräftigt den Inhalt des Offenen Briefes zur Kindergrundsicherung</strong> mit folgender Stellungnahme:</p>
<p><em>„Wir wollen einerseits die materielle Situation Alleinerziehender verbessern, aber andererseits nicht zusätzliche Anreize geben, sich nicht um Arbeit zu bemühen.“ </em>Mit solchen Aussagen befeuert Herr Lindner ein stigmatisierendes Vorurteil, sie sind ein Schlag ins Gesicht all der Alleinerziehenden, die Tag für Tag im Spagat zwischen Beruf und (gesellschaftsrelevanter!) Sorgearbeit für ihre Familien an ihre Grenzen gehen. Es mangelt Alleinerziehenden nicht an Motivation, sondern an den Voraussetzungen dafür, dass sie einer existenzsichernden Arbeit nachgehen können: ausreichende und verlässliche Kinderbetreuung (auch zu Randzeiten), familienfreundliche Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung. Und wie sich zeigt, fehlt es insbesondere an einer Politik, deren Ausgangspunkt die Anerkennung der Leistungen und besonderen Belastungen von Alleinerziehenden ist, anstelle diffamierender Zuschreibungen!</p>
<p>Auch wir fordern eine öffentliche Richtigstellung der faktisch falschen Aussagen von Herrn Lindner zur Entwicklung der Erwerbstätigkeit von Alleinerziehenden in Deutschland durch die Bundesfamilienministerin! Gleichzeitig fordern wir die Anerkennung der unbezahlten, absolut systemrelevanten Sorgearbeit von Alleinerziehenden – auch die Kinder von nicht erwerbstätigen Alleinerziehenden verdienen es, nicht in Armut zu verbleiben!&#8220;</p>
</blockquote>
<p>Ebenfalls mit einem Statement an uns gewandt haben sich die <span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Arial,sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );"><a href="https://frauen.verdi.de/themen/gute-arbeit/existenzsicherung/++co++9d2a250a-4655-11ee-bfa4-001a4a160100">Frauen in ver.di</a></span>:</p>
<blockquote>
<p><strong><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Arial,sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size );">&#8222;</span><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Arial,sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size );">Wir Frauen in ver.di schließen uns an und dulden nicht länger das toxische Narrativ, das von der FDP über alleinerziehende Eltern, insbesondere Mütter, verbreitet wird.“</span></strong></p>
</blockquote>								</div>
				</div>
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									<p><strong>Weitere Unterstützer*innen sind:</strong></p>
<ul>
<li>Dr. Beate von Miquel, Deutscher Frauenrat</li>
<li>Lisa Ortgies, Journalistin</li>
<li>Nina Moghaddam, TV-Moderatorin und Coach</li>
<li>Delal Atmaca, DaMigra e. V.</li>
<li>Mirjam Golm, Frauen- und Gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, MdA Berlin</li>
<li>Christian Baron, Autor</li>
<li>Gökay Akbulut, MdB, Die Linke</li>
<li>Carola Großmann, Gründerinnen und Unternehmerinnen GUT+, Berlin</li>
<li>Mechthild Rawert, MdB a.D., Frauenbund 1945 e. V.</li>
<li>Heidi Reichinnek, MdB, Die Linke</li>
<li>Romy Stangl, One Billion Rising München e. V.</li>
<li>Christine Faltynek und Ulrike Hansen, AsF Hamburg</li>
<li>Jana Bertels und Susanne Fischer, AsF Berlin</li>
<li>Landesfrauenrat Hamburg</li>
<li>Birgit Uhlworm, Bundesverband SHIA e. V.</li>
<li>Wiebke Wiedeck, Initiative Zukunft Ohne Gewalt (IZOG)</li>
<li>VAMV OV München e. V. </li>
<li>Kira Wüsten, siaf e. V. </li>
<li>Almuth Schnerring und Sascha Verlan, Initiative Equal Care Day </li>
<li>Annett-Katrin Wohlgemuth und Sigrid Egner, amuvee gGmbh</li>
</ul>								</div>
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									<p><strong>Die entsprechenden Zahlen der Agentur für Arbeit:</strong></p>								</div>
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					<p class="elementor-heading-title elementor-size-default">Offener Brief zur Kindergrundsicherung von</p>				</div>
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					<p class="elementor-heading-title elementor-size-default">Unterstützer*innen</p>				</div>
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		<title>Lieber Herr Buschmann, ich habe Fragen!</title>
		<link>https://solomuetter.de/2023/08/21/lieber-herr-buschmann-ich-habe-fragen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sara Buschmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Aug 2023 20:29:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NEWS & POLITIK]]></category>
		<category><![CDATA[POLITIK & RECHT]]></category>
		<category><![CDATA[POLITIK & RECHT AUFMACHER]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mein Name ist Buschmann, Sara Buschmann. Mit Marco Buschmann unserem Justizminister von der FDP habe ich nichts zu tun, außer, dass ich alleinerziehend bin — und mich seine Politik betrifft. Neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit für eine große PR-Agentur habe ich ehrenamtlich SOLOMÜTTER gegründet. SOLOMÜTTER ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für eine Gesellschaft einsetzt, in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="6233" class="elementor elementor-6233" data-elementor-post-type="post">
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Lieber Herr Buschmann, ich habe Fragen!</h1>				</div>
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									<p></p>
<div class="page" title="Page 1">
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<div class="column">
<p class="p1">Mein Name ist Buschmann, Sara Buschmann. Mit Marco Buschmann unserem Justizminister von der FDP habe ich nichts zu tun, außer, dass ich alleinerziehend bin — und mich seine Politik betrifft.</p>
<p>Neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit für eine große PR-Agentur habe ich ehrenamtlich SOLOMÜTTER gegründet. SOLOMÜTTER ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für eine Gesellschaft einsetzt, in der Alleinerziehende und ihre Kinder als Familienform mitgedacht und nicht mehr diskriminiert werden.</p>
<p>Am Wochenende schlug Marco Buschmann eine Reform des Unterhaltsrechts vor. Er will, dass bei der Berechnung von Unterhaltsansprüchen stärker als bisher berücksichtigt wird, wer sich wie viel um sein Kind oder seine Kinder kümmert. Übernimmt ein Elternteil beispielsweise 30 Prozent der Betreuungszeit, soll er nach Buschmanns Vorschlag bei einem Einkommen von rund 4.000 Euro monatlich künftig rund 100 Euro vom Kindesunterhalt einbehalten dürfen.</p>
<p>Das klingt auf den ersten Blick gerecht – geteilte Betreuungszeit, geteiltes Geld. Schaut man sich aber die Lebensrealität von Alleinerziehenden an, trügt dieser Eindruck gewaltig.</p>
<p>Schon heute sind Alleinerziehende – neben kinderreichen Familien mit mehr als drei Kindern – die am stärksten von Armut betroffene Familienform. Rund 43 Prozent aller Alleinerziehenden sind einkommensarm. Und das liegt nicht zuletzt daran, dass zu wenig oder gar kein Kindesunterhalt gezahlt wird. Denn: Studien zufolge erhalten nur rund 25 Prozent der Kinder in Deutschland überhaupt den Mindestunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass 75 Prozent der Kinder zu wenig oder gar kein Geld vom Barunterhaltspflichtigen erhalten.</p>
<p>Wer jetzt denkt, dass dieses Thema nur einige wenige angeht, der irrt: Denn fehlende Unterhaltszahlungen werden (zumindest teilweise) vom Staat in Form des Unterhaltsvorschusses ausgeglichen und somit von der Allgemeinheit, also allen Steuerzahlern in Deutschland, gemeinsam getragen. Eine Reform DIESES Missstandes wäre dringend notwendig, um Ungerechtigkeiten und Kinderarmut zu bekämpfen – und nicht zuletzt, um dem Staat Ausgaben in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro zu ersparen. Übrigens: Nur 10 Prozent dieser Kosten treibt der Staat im Anschluss mit großem Aufwand von den Unterhaltspflichtigen wieder ein. Andere Länder sind da deutlich rigoroser: So kann in Großbritannien, Kanada und einigen US-Bundesstaaten bei Verletzung der Unterhaltspflicht der Führerschein entzogen werden. Ähnliches gilt in anderen Ländern für Angel- oder Jagdscheine.</p>
<p><strong>Meine erste Frage lautet daher, lieber Marco Buschmann: Wie lösen Sie dieses Problem? Wie motivieren Sie die rund 75 Prozent der Unterhaltspflichtigen, die derzeit unregelmäßig, zu wenig oder gar keinen Unterhalt zahlen?</strong></p>
<p>Schauen wir mal weiter: 88 Prozent der Alleinerziehenden sind aktuell Frauen. Das ist eine Folge der gelebten Betreuungssituation, die während der Partnerschaft bestand und auf die sich die Paare gemeinsam geeinigt haben, als sie Kinder bekamen. Obwohl es heute bereits viele gute Möglichkeiten für Väter gibt, den Familienalltag aktiv mitzugestalten, ist Care-Arbeit in den meisten Fällen noch immer Frauensache. Nur 26 Prozent der Väter gehen in Elternzeit und diese dauert im Durchschnitt lediglich 3,6 Monate. Frauen nehmen dagegen durchschnittlich 14,6 Monate in Anspruch. Ein weiteres Beispiel: Nur 7 Prozent der Väter arbeiten Teilzeit, aber 66 Prozent der Mütter.</p>
<p>Diese Zahlen zeigen, dass viele Väter in Paarkonstellationen immer noch der Meinung sind, Kinder und Care-Arbeit seien Frauensache. Entsprechend gering ist ihre Motivation, sich im Alltag regelmäßig und umfassend um die eigenen Kinder zu kümmern, solange die Ehe oder Partnerschaft intakt scheint. Kommt es jedoch zu einer Trennung, ändert sich diese Einstellung komischerweise. Da drängt sich der Gedanke auf, dass dies nicht zuletzt auch am Geld liegen könnte, das z.B. durch ein Wechselmodell oder eben zukünftig auch durch die Buschmann&#8217;sche Reform auf Väterseite eingespart werden kann. Es darf aber keinen Interessenkonflikt zwischen Umgang und Existenzsicherung geben, denn darunter leiden in erster Linie die Kinder.</p>
<p><strong>Also, Herr Buschmann, wann motivieren Sie Deutschlands Väter sich schon VOR einer Trennung, mehr um die eigenen Kinder zu kümmern?</strong></p>
<p>Care-arbeitende Väter wären gesamtgesellschaftlich gesehen nämlich eine echt tolle Sache. Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern könnten ausgeglichen und die finanzielle Situation von Frauen und Müttern stabiler und gerechter werden. Das wäre auch im Trennungsfall von Vorteil – für beide Elternteile. Denn noch immer ist das Lebenserwerbseinkommen von Frauen nur halb so hoch wie das von Männern. Verheiratete Mütter haben im Durchschnitt rund 25 Prozent mehr als Alleinerziehende. Der Gender-Pay-Gap, also der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen, liegt derzeit bei 18 Prozent und ein Großteil der Niedriglohnjobs wird fast ausschließlich von Frauen ausgeübt.</p>
<p><strong>Wann, Herr Buschmann, schaffen Sie endlich Fairness zwischen den Geschlechtern und paritätische Arbeitsbedingungen für Männer und Frauen?</strong></p>
<p>Kommen wir noch einmal auf den Gedanken der gerechten Aufteilung zurück: Derzeit können barunterhaltspflichtige Eltern immer genau 50 Prozent des Kindergeldes vom Unterhalt abziehen und auch beim Corona-Kinderbonus galt diese 50:50-Regelung – völlig unabhängig vom Betreuungsumfang der jeweiligen Elternteile.</p>
<p><strong>Wollen Sie das abzugsfähige Kindergeld dann ab sofort auch prozentual verteilen, Herr Buschmann? Und bekommen Elternteile, die gar nicht (mit-)betreuen, dann auch kein Kindergeld mehr bzw. können sie dieses nicht mehr abziehen? Und teilen wir perspektivisch auch die Kinderfreibeträge nach Betreuungszeiten auf?</strong></p>
<p>Unterhaltszahlungen und Leistungen, die an bestimmte Gegenleistungen geknüpft sind, sind schon heute oft ein Machtinstrument – meist von Männern über Frauen und Kinder. Ökonomische Abhängigkeit und erzwungene Umgangskontakte sind eine bekannte Form von Nachtrennungsgewalt – und diese bekommt unser Staat nicht in den Griff. Im Gegenteil: Die Gewalt nimmt wieder zu. Jede Stunde werden mehr als 14 Frauen Opfer von Partnerschaftsgewalt und jeden Tag versucht ein Partner oder Ex-Partner eine Frau zu töten.</p>
<p><strong>Was tun Sie, Herr Buschmann, um insbesondere Frauen mit ihren Kindern vor der Gewalt ihrer Ex-Partner zu schützen?</strong></p>
<p>Es gibt viel zu tun. Wenn Sie also ernsthaft an einer nachhaltigen und für alle Beteiligten fairen Reform des Unterhaltsrechts interessiert sind, statt an kurzfristigen Schönheitsreparaturen mit einem Malen-nach-Zahlen-Pinsel für Ihre Stammwählerschaft, dann beantworten Sie doch bitte erst einmal diese wirklich wichtigen Fragestellungen, bevor Sie mit dem Klein-Klein für einige Wenige beginnen.</p>
<p>Denn Fairness ist laut Duden &#8222;anständiges Verhalten&#8220; und eine &#8222;gerechte, ehrliche Haltung anderen gegenüber&#8220;.</p>
<p>Ich bin alleinerziehende Mutter und stehe als SOLOMÜTTER-Gründerin für eine sehr aktive, politisch interessierte Gemeinschaft von rund 11.000 Alleinerziehenden. Einer eigenen Umfrage zufolge finden nur 3 Prozent unserer Community Ihre Reformvorschläge &#8222;fair&#8220;.</p>
<p><strong>Was sagen Sie dazu, Herr Buschmann? Sprechen Sie manchmal auch mit Betroffenen außerhalb Ihrer Buddy-Bubble? Ich lade Sie herzlich auf ein Telefongespräch ein. In diesem werde ich Sie übrigens auch fragen, wie Sie all Ihre Reformpläne umsetzen und – vor allem – kontrollieren möchten. Planen Sie großflächige Stellenschaffungen in Ihrer Behörde?&nbsp;</strong></p>
<p><strong>Herzliche Grüße Ihre Sara Buschmann</strong></p>
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					<p class="elementor-heading-title elementor-size-default">Von SOLOMÜTTER-Gründerin 
Sara Buschmann</p>				</div>
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		<title>Unterhaltsrecht: Reform muss an Lebensrealität anknüpfen, um Existenz von Kindern nicht zu gefährden</title>
		<link>https://solomuetter.de/2023/08/21/unterhaltsrecht-reform-muss-an-lebensrealitat-anknupfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sara Buschmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Aug 2023 11:47:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NEWS & POLITIK]]></category>
		<category><![CDATA[POLITIK & RECHT]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Berlin, 21. August 2023. Bundesjustizminister Buschmann will in Trennungsfamilien mitbetreuende Elternteile beim Unterhalt entlasten und damit für Väter Anreize setzen, sich nach einer Trennung stärker in die Betreuung einzubringen, wie er in einem Zeitungsinterview angekündigt hat. Hierzu erklärt Daniela Jaspers, Bundesvorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV): „Die Reform muss sich an der [&#8230;]</p>
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Unterhaltsrecht: Reform muss an Lebensrealität anknüpfen, um Existenz von Kindern nicht zu gefährden</h1>				</div>
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									<p></p>
<p>Berlin, 21. August 2023. Bundesjustizminister Buschmann will in Trennungsfamilien mitbetreuende Elternteile beim Unterhalt entlasten und damit für Väter Anreize setzen, sich nach einer Trennung stärker in die Betreuung einzubringen, wie er in einem Zeitungsinterview angekündigt hat. Hierzu erklärt Daniela Jaspers, Bundesvorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV): „Die Reform muss sich an der Lebensrealität von Familien orientieren, statt an einem Leitbild von Gleichstellung, das meistens vor einer Trennung gar nicht gelebt wurde. Sonst sieht der VAMV eine große Gefahr für den weiteren Anstieg der Armutsgefährdung von Einelternfamilien. Wer Anreize für Väter setzen möchte, sich stärker in der Erziehung und Betreuung zu engagieren, sollte in Paarfamilien beginnen und Fehlanreize wie das Ehegattensplitting verabschieden, statt das Pferd von hinten aufzuzäumen.“ In einem Viertel der Paarfamilien steigt die Mutter weiter ganz aus dem Beruf aus. Wenn beide Elternteile arbeiten, dominiert das Modell er Vollzeit, sie Teilzeit, so die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes. Alleinerziehende arbeiten bereits zu 46 Prozent in Vollzeit, die Armutsquote ist mit 42 Prozent dennoch hoch wie bei keiner anderen Familienform. Um bei einer Reform des Unterhaltsrechts zu einer fairen Lastenverteilung zwischen den Eltern zugunsten des Kindes zu kommen, sind drei Kriterien zu berücksichtigen: 1. Die Existenz des Kindes muss in beiden Haushalten gesichert sein. Eine Barunterhaltspflicht beider Eltern darf erst bei spürbarer Entlastung des hauptbetreuenden Elternteils im Alltag einsetzen, damit dieser den Kindesunterhalt durch eigene Erwerbstätigkeit auch erwirtschaften kann. Dies ist im paritätischen Wechselmodell gegeben, jedoch nicht bei erweitertem Umgang. Zudem müssen auch Wechselmehrkosten angemessen berücksichtigt sein. 2. Es darf keine Interessenkonflikte zwischen Existenzsicherung und Umgang geben. Ein Tag mehr oder weniger Umgang darf nicht zu wesentlich geringerem oder höherem Unterhalt führen. 3. Eine faire Unterhaltsregelung muss die Lebensverlaufsperspektive beider Elternteile mit einbeziehen. Nach dem Grundsatz familiärer Solidarität müssen familienbedingte Nachteile in der Erwerbsfähigkeit ausgeglichen werden. Wichtig ist das Verankern von angemessenen Übergangsfristen. Der VAMV hat ein 3-Stufen-Modell entwickelt und für unterschiedliche Betreuungsmodelle Folgen für den Unterhalt ausbuchstabiert: <a href="https://www.vamv.de/fileadmin/user_upload/bund/dokumente/Stellungna hmen/2023/VAMV_3-Stufen-Modell_Kindesunterhalt_2023.pdf" data-wplink-url-error="true">https://www.vamv.de/fileadmin/user_upload/bund/dokumente/Stellungna hmen/2023/VAMV_3-Stufen-Modell_Kindesunterhalt_2023.pdf </a></p>
<p></p>								</div>
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									<p><i>Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) vertritt seit 1967 die Interessen der heute 2,6 Millionen Alleinerziehenden. Der VAMV fordert die Aner­kennung von Einelternfamilien als gleichberechtigte Lebensform und entspre­chende gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Er tritt für eine verantwortungsvolle gemeinsame Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung ein.</i></p>								</div>
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					<p class="elementor-heading-title elementor-size-default">Pressemitteilung VAMV e. V.</p>				</div>
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		<title>UN-Sonderberichterstatterin klagt weltweite Menschenrechtsverletzungen an: „Eltern-Kind-Entfremdung“ darf an Familiengerichten keine Anwendung mehr finden! </title>
		<link>https://solomuetter.de/2023/06/30/un-sonderberichterstatterin-klagt-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sara Buschmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jun 2023 10:38:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NEWS & POLITIK]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Berlin, 30. Juni 2023. Die UN-Sonderberichterstatterin zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen, Reem Alsalem, stellte vergangenen Freitag in Genf dem UN-Menschenrechtsrat ihren Bericht „Custody, violence against women and violence against children“ öffentlich vor. In diesem Bericht kritisiert sie die große Gefährdung von gewaltbetroffenen Müttern und Kindern vor Familiengerichten durch die pseudowissenschaftliche „Eltern-Kind-Entfremdung“ und vergleichbaren Konzepten, [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://solomuetter.de/2023/06/30/un-sonderberichterstatterin-klagt-an/">UN-Sonderberichterstatterin klagt weltweite Menschenrechtsverletzungen an: „Eltern-Kind-Entfremdung“ darf an Familiengerichten keine Anwendung mehr finden! </a> appeared first on <a href="https://solomuetter.de">SOLOMÜTTER</a>.</p>
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									<p></p>
<p>Berlin, 30. Juni 2023. Die UN-Sonderberichterstatterin zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen, Reem Alsalem, stellte vergangenen Freitag in Genf dem UN-Menschenrechtsrat ihren Bericht „Custody, violence against women and violence against children“ öffentlich vor. In diesem Bericht kritisiert sie die große Gefährdung von gewaltbetroffenen Müttern und Kindern vor Familiengerichten durch die pseudowissenschaftliche „Eltern-Kind-Entfremdung“ und vergleichbaren Konzepten, da in Folge der Schutz vor Gewalt nicht greift.&nbsp;</p>
<p>In ihrer Rede benennt Alsalem diese bestehende Praxis an Familiengerichten gegenüber gewaltbetroffenen Müttern und Kindern als Menschenrechtsverletzung. Dieses Phänomen sei weltweit zu beobachten, auch in Deutschland. Alsalem führte aus, wie beunruhigend u.a. die Anordnungen von Gerichten sind, ein Kind zu einem misshandelnden Elternteil zurückzubringen, weil der Kontakt zu diesem Elternteil als wichtiger erachtet werde als alle anderen Überlegungen, einschließlich der Sicherheit des Kindes. Alsalem empfahl in Genf die konsequente Umsetzung von Artikel 31 der Istanbul-Konvention, um die Menschenrechtsverletzungen gegenüber gewaltbetroffenen Müttern und Kindern in Familiengerichten zu beenden.&nbsp;</p>
<p>Hierzu sagt Stefanie Ponikau, stellvertretende Vorsitzende vom bundesweiten Verein MIA – Mütterinitiative für Alleinerziehende: „Auch in Deutschland bestehen gravierende Lücken im Gewaltschutz in gerichtlichen Verfahren zum Sorge- und Umgangsrecht aufgrund des Anwendens von Pseudokonstrukten wie der Eltern-Kind-Entfremdung. Bemerkenswert ist, dass die deutsche UN-Delegation sich, im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Staaten, zum Bericht von Reem Alsalem mit keinem Wort geäußert hat. Auch aus der Bundesregierung kam dazu kein Kommentar.“&nbsp;</p>
<p>Daniela Jaspers, Vorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter Bundesverband e.V. (VAMV) ergänzt: „Das Problem scheint entweder nicht erkannt oder ignoriert zu werden. Die Politik muss endlich hinschauen, das Ausmaß empirisch erfassen und gegensteuern!“&nbsp;</p>
<p></p>								</div>
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					<p class="elementor-heading-title elementor-size-default">Von Sara Buschmann</p>				</div>
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		<title>Bundesregierung bleibt Antwort schuldig: Ideologie statt Kindeswohl an Familiengerichten und Jugendämtern?</title>
		<link>https://solomuetter.de/2023/01/11/ideologie-statt-kindeswohl-an-familiengerichten-und-jugendamtern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sara Buschmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jan 2023 09:01:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NEWS & POLITIK]]></category>
		<category><![CDATA[POLITIK & RECHT]]></category>
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		<category><![CDATA[VAMV]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Berlin, 11. Januar 2023. Aus der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Linken zu „Forschung und Aufklärung – Studienergebnisse zu Ideologie statt Kindeswohlorientierung in der Praxis von Familiengerichten und Jugendämtern“ geht hervor, dass die Bundesregierung keine Erkenntnisse über solche problematischen Entwicklungen hat und auch keinen Anlass sieht, durch statistische Erhebungen oder Forschungsprojekte die [&#8230;]</p>
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Bundesregierung bleibt Antwort schuldig: Ideologie statt Kindeswohl an Familiengerichten und Jugendämtern?</h1>				</div>
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									<p></p>
<p>Berlin, 11. Januar 2023. Aus der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Linken zu „Forschung und Aufklärung – Studienergebnisse zu Ideologie statt Kindeswohlorientierung in der Praxis von Familiengerichten und Jugendämtern“ geht hervor, dass die Bundesregierung keine Erkenntnisse über solche problematischen Entwicklungen hat und auch keinen Anlass sieht, durch statistische Erhebungen oder Forschungsprojekte die Situation genauer in den Blick zu nehmen. Auch liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor, inwiefern häusliche Gewalt in familiengerichtlichen Verfahren systematisch angemessen berücksichtigt wird.</p>
<p>„Dies ist höchstbedenklich, appelliert das Expertengremium des Europarats, GREVIO, in seinem aktuellen Bericht doch nachdrücklich an den deutschen Staat, genau hinzuschauen: die Auswirkungen von gerichtlichen Entscheidungen über das Sorge- und Umgangsrecht auf die Sicherheit von weiblichen Opfern häuslicher Gewalt und ihrer Kinder zu bewerten. Hierzu soll Deutschland die einschlägige Rechtsprechung analysieren und Daten erheben, wie Richter:innen das elterliche Sorge- oder Umgangsrecht im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt einschränken oder entziehen“, konstatiert Daniela Jaspers, Vorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV). „Damit bleibt die Bundesregierung nicht nur die Antwort auf die Kleine Anfrage schuldig, sondern auch die Umsetzung der Istanbul-Konvention.“</p>
<p>Auch benennt GREVIO in dem Bericht seine Besorgnis über die in Deutschland weit verbreitete Verwendung des nachweislich unwissenschaftlichen Konzepts der „elterlichen Entfremdung“. Dies werde sogar in der Ausbildung von Jugendamtsmitarbeiter:innen verwendet. „Auch auf diesem Auge scheint die Bundesregierung blind zu sein “, mahnt Jaspers. „So bleiben die Fragen zu problematischen Inobhutnahmen im Zusammenhang mit der Anwendung des Konzepts der elterlichen Entfremdung offen. Die Bundesregierung muss die Verantwortung annehmen, hier genau hinsehen zu müssen. Die Erhebung statistischer Daten ist hier ebenso wenig geplant wie entsprechende Forschungen, aber dringend notwendig.“ GREVIO überwacht in Europa die Umsetzung der Istanbul-Konvention, das Abkommen zum Schutz von Frauen vor Gewalt.</p>
<p></p>								</div>
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									<p><i>Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) vertritt seit 1967 die Interessen der heute 2,6 Millionen Alleinerziehenden. Der VAMV fordert die Aner­kennung von Einelternfamilien als gleichberechtigte Lebensform und entspre­chende gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Er tritt für eine verantwortungsvolle gemeinsame Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung ein.</i></p>								</div>
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					<p class="elementor-heading-title elementor-size-default">Pressemitteilung VAMV e. V.</p>				</div>
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		<title>Spürbare Erhöhung des Mindestunterhaltes: durch Düsseldorfer Tabelle 2023 konterkariert?</title>
		<link>https://solomuetter.de/2022/12/20/spuerbare-erhoehung-des-mindestunterhaltes-durch-duesseldorfer-tabelle-2023-konterkariert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sara Buschmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Dec 2022 12:54:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NEWS & POLITIK]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine gute Nachricht für Kinder von Alleinerziehenden: Der gesetzliche Mindestunterhalt steigt 2023 für ein 6- bis 11-jähriges Kind von 455 auf 502 Euro. Das Bundesjustizministerium hat die Mindestunterhaltsverordnung für 2023 entsprechend aktualisiert. Die nun veröffentlichte Düsseldorfer Tabelle 2023 setzt diese Erhöhung um. Es war zu erwarten, dass mit der spürbaren Erhöhung der sozialrechtlichen Regelbedarfe 2023 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="3814" class="elementor elementor-3814" data-elementor-post-type="post">
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Spürbare Erhöhung des Mindestunterhaltes: durch Düsseldorfer Tabelle 2023 konterkariert?</h1>				</div>
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									<p></p>
<p>Eine gute Nachricht für Kinder von Alleinerziehenden: Der gesetzliche Mindestunterhalt steigt 2023 für ein 6- bis 11-jähriges Kind von 455 auf 502 Euro. Das Bundesjustizministerium hat die Mindestunterhaltsverordnung für 2023 entsprechend aktualisiert. Die nun veröffentlichte <a href="https://www.olg-duesseldorf.nrw.de/infos/Duesseldorfer_Tabelle/Tabelle-2023/Duesseldorfer-Tabelle-2023.pdf" target="_blank" rel="noopener">Düsseldorfer Tabelle 2023</a> setzt diese Erhöhung um.<br /><br />Es war zu erwarten, dass mit der spürbaren Erhöhung der sozialrechtlichen Regelbedarfe 2023 auch der Selbstbehalt des barunterhaltspflichtigen Elternteils mit der Düsseldorfer Tabelle 2023 deutlich steigen wird. Die Tabelle 2023 weist eine Erhöhung sowohl des notwendigen Selbstbehalts für Erwerbstätige um 210 Euro auf 1.370 Euro als auch des angemessenen Selbstbehalts um 250 Euro auf 1.650 Euro aus. Diese Steigerung begründet sich nicht allein mit den gestiegenen Wohnkosten. Auch der Freibetrag für Erwerbstätige erfährt beim notwendigen Selbstbehalt eine satte Erhöhung. Dies wird im Ergebnis zu erheblich mehr Mangelfällen führen.<br /><br />Im Vergleich zu 2020 ist der Selbstbehalt um 18 Prozent gestiegen, der Mindestunterhalt im Vergleich zu 2020 ebenfalls um 18 Prozent. Was auf den ersten Blick gerecht wirken mag, ist es jedoch mit Blick auf das Kleingedruckte nicht. Denn der Mindestunterhalt ist systematisch zu niedrig: er leitet sich von den kleingerechneten sozialrechtlichen Regelsätzen ab, es fehlt die soziokulturelle Teilhabe. Bevor diese Lücke nicht geschlossen ist und der Mindestunterhalt auch de facto den Bedarf eines Kindes deckt, geht die Rechnung nicht auf, den Mindestunterhalt ins Verhältnis zum Selbstbehalt zu setzen.<br /><br />„Die Erhöhung des Freibetrages für Erwerbstätige als Teil des Selbstbehalts ist in diesen Krisenzeiten das völlig falsche Signal,“ bemängelt Daniela Jaspers, Bundesvorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) „Im Moment sollte es primär um Existenzsicherung auf beiden Seiten gehen, nicht darum Erwerbstätige durch Erwerbsanreize zu belohnen. Dem unterhaltspflichtigen Elternteil wird aber bereits bei den Wohnkosten weit entgegengekommen. Die Düsseldorfer Tabelle sieht ausdrücklich vor, höhere Wohnkosten des Unterhaltspflichtigen als die, die pauschal angesetzt sind, durch eine Erhöhung des Selbstbehalts zu berücksichtigen. Für den Kindesunterhalt gibt die Tabelle einen solchen Hinweis hingegen nicht. Dies führt dazu, dass Alleinerziehende fehlende Wohnkosten drauf zahlen müssen. Hier besteht dringender Verbesserungsbedarf in der Düsseldorfer Tabelle“, fordert Jaspers.</p>
<p><em>Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) vertritt seit 1967 die Interessen der heute 2,6 Millionen Alleinerziehenden. Der VAMV fordert die Anerkennung von Einelternfamilien als gleichberechtigte Lebensform und entsprechende gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Er tritt für eine verantwortungsvolle gemeinsame Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung ein.</em></p>
<p></p>								</div>
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					<p class="elementor-heading-title elementor-size-default">Von Sara Buschmann</p>				</div>
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		<p>The post <a href="https://solomuetter.de/2022/12/20/spuerbare-erhoehung-des-mindestunterhaltes-durch-duesseldorfer-tabelle-2023-konterkariert/">Spürbare Erhöhung des Mindestunterhaltes: durch Düsseldorfer Tabelle 2023 konterkariert?</a> appeared first on <a href="https://solomuetter.de">SOLOMÜTTER</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mehr Kindergeld für Alleinerziehende nur Nullsummenspiel – Steuergutschrift jetzt!</title>
		<link>https://solomuetter.de/2022/11/14/alleinerziehenden-verbaende-stellen-forderungen-an-ampel-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sara Buschmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2022 11:55:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NEWS & POLITIK]]></category>
		<category><![CDATA[POLITIK & RECHT]]></category>
		<category><![CDATA[POLITIK & RECHT AUFMACHER]]></category>
		<category><![CDATA[VAMV]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://solomuetter.de/?p=3350</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Bundestag hat am 10. November 2022 ein höheres Kindergeld von 250 Euro ab 2023 beschlossen. „Auch die größte Kindergelderhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik bleibt jedoch für Kinder von Alleinerziehenden ein Nullsummenspiel, wenn diese im SGB II und beim Unterhaltsvorschuss voll angerechnet wird“, kritisiert Daniela Jaspers, Vorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter e.V. [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://solomuetter.de/2022/11/14/alleinerziehenden-verbaende-stellen-forderungen-an-ampel-2/">Mehr Kindergeld für Alleinerziehende nur Nullsummenspiel – Steuergutschrift jetzt!</a> appeared first on <a href="https://solomuetter.de">SOLOMÜTTER</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="3350" class="elementor elementor-3350" data-elementor-post-type="post">
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Mehr Kindergeld für Alleinerziehende nur Nullsummenspiel – Steuergutschrift jetzt!</h1>				</div>
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									<p></p>
<p>Der Bundestag hat am 10. November 2022 ein höheres Kindergeld von 250 Euro ab 2023 beschlossen. „Auch die größte Kindergelderhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik bleibt jedoch für Kinder von Alleinerziehenden ein Nullsummenspiel, wenn diese im SGB II und beim Unterhaltsvorschuss voll angerechnet wird“, kritisiert Daniela Jaspers, Vorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV).</p>
<p>„Ein einheitliches Kindergeld für jedes Kind ist zwar ein Schritt hin zur Kindergrundsicherung, aber Alleinerziehende brauchen jetzt eine tatsächliche Unterstützung und nicht erst in einigen Jahren! Denn Familien mit kleinem Einkommen und somit viele Alleinerziehende und ihre Kinder treffen die steigenden Lebenshaltungspreise und Energiekosten besonders hart“, bemängelt Jaspers.</p>
<p>Die Grünen haben in der Bundestagsdebatte die Ehrlichkeit gezeigt zu benennen, dass nicht alle Kinder gleichermaßen vom höheren Kindergeld profitieren werden und angekündigt, Alleinerziehende bald durch eine Steuergutschrift zu entlasten. „Eine Steuergutschrift wäre ein echter Fortschritt für Alleinerziehende! Denn ein Abzugsbetrag von der Steuerschuld bis hin zu einer Negativsteuer würde auch Alleinerziehende mit kleinen und mittleren Einkommen gezielt unterstützen. Damit es zu keiner Schlechterstellung kommt, müsste diese an die maximale Wirkung des jetzigen Entlastungsbetrags anknüpfen und bei ca. 1.800 Euro liegen. Die Steuergutschrift ist im Koalitionsvertrag in einem Atemzug mit dem Sofortzuschlag genannt – das hat bei Alleinerziehenden die Erwartung geweckt, dass auch diese schnell kommt“, betont Jaspers.</p>
<p><em>Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) vertritt seit 1967 die Interessen der heute 2,6 Millionen Alleinerziehenden. Der VAMV fordert die Anerkennung von Einelternfamilien als gleichberechtigte Lebensform und entsprechende gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Er tritt für eine verantwortungsvolle gemeinsame Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung ein.</em></p>
<p></p>								</div>
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					<p class="elementor-heading-title elementor-size-default">Von Sara Buschmann</p>				</div>
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